Hunde im Frühling

Rücksicht in der Brut- und Setzzeit

Endlich ist er da, der Frühling. Die Tage werden wieder länger, die Sonne wärmt, und wir gehen wieder mehr und gerne raus. Mit unseren Fellnasen macht es dabei doppelt so viel Freude. Für sie duftet der Frühling ganz besonders.
Doch während wir diese Jahreszeit genießen, beginnt für viele Wildtiere eine besonders sensible Phase:
Die Brut- und Setzzeit.
Das ist die Zeit im Frühjahr und Frühsommer, in der Wildtiere ihren Nachwuchs bekommen und aufziehen.
Dazu gehören zum Beispiel: Rehe, Hirschkälber, Hasen und Kaninchen, Füchse, sowie diverse Vögel, wie Fasane oder Kiebitze.
Die Jungtiere sind in den ersten Wochen besonders schutzlos und oft gut getarnt im hohen Gras oder Unterholz versteckt.

Wenn Natur Schutz braucht

Doch warum ist diese Zeit so gefährlich?
Ein freilaufender Hund, der neugierig schnüffelt oder gar jagt, kann ein Jungtier so sehr erschrecken, dass es panisch flieht, sich dabei verletzt oder seine Herde bzw. das Muttertier nicht wiederfindet.
Wildtiere leiden in dieser Zeit unter enormem Stress – und im schlimmsten Fall bedeutet das den Tod für den Nachwuchs.

Was können wir als Hundehalter tun?

    • Leinenpflicht beachten
      In vielen Regionen gilt während der Brut- und Setzzeit Leinenpflicht – aus gutem Grund.
    • Auf den Wegen bleiben
      Wildtiere verstecken sich oft im hohen Gras oder im Gebüsch. Spaziergänge auf festen Wegen sind die sicherste Wahl.
    • Rücksicht auf Natur und Tiere nehmen
      Auch wenn der Hund „nur spielen“ möchte: Wildtiere können das nicht einschätzen.
    • Hund gut beobachten
      Ein plötzliches Innehalten oder intensives Schnüffeln kann bedeuten, dass ein Tier in der Nähe ist.

    Gemeinsam für den Tierschutz

    Der Frühling ist eine Zeit des neuen Lebens – und genau dieses Leben braucht unseren Schutz.
    Indem wir unsere Hunde in dieser Zeit anleinen und achtsam unterwegs sind, helfen wir mit, dass Rehkitze, Hasenjunge und Vogelbabys eine Chance haben, groß zu werden.

    Die Brut- und Setzzeit ist da!
    Im Frühling sind viele Wildtiere besonders schutzlos: Rehkitze, Hasenjunge und bodenbrütende Vögel.
    Ein freilaufender Hund kann sie schnell gefährden.

    Bitte denkt daran:
    ✔ Hund anleinen
    ✔ auf den Wegen bleiben
    ✔ Rücksicht nehmen

    So schützen wir gemeinsam neues Leben.
    Vielen Dank, dass ihr Rücksicht nehmt – für unsere Natur und ihre Bewohner.

    Verantwortung – aus Liebe zum Leben

    Auf unserem Gnadenhof stehen Mitgefühl, Respekt und Rücksicht im Mittelpunkt. Jedes Tier, ob Haustier oder Wildtier, hat denselben Wunsch: in Sicherheit leben zu dürfen. Wenn wir umsichtig handeln, leisten wir aktiven Tierschutz – Tag für Tag, Schritt für Schritt.

    Denn Achtung vor dem Leben beginnt dort, wo wir bereit sind, innezuhalten und Rücksicht zu zeigen.