
Leishmaniose bei Hunden…
… ist eine durch Sandmücken übertragene parasitäre Erkrankung, die vor allem aus Mittelmeerregionen stammt und in Deutschland zunehmend durch Reisen oder Importe relevant wird. Sie ist nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten wie Allopurinol gut therapieren und oft lebenslang kontrollieren.
Symptome und Risiken
Hunde zeigen oft unspezifische Anzeichen wie Hautveränderungen (Haarausfall, Schuppen), Lymphknotenschwellungen, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust. Ohne Behandlung greift die Krankheit Organe wie Nieren, Leber und Milz an, wobei Nierenversagen eine häufige Todesursache darstellt.
Früherkennung durch Bluttests (Antikörpernachweis, PCR) verhindert schwere Organschäden und ermöglicht eine stabile Lebensqualität.
Therapie
Die Behandlung zielt auf Symptomlinderung und Erregerreduktion ab, oft mit Allopurinol (leishmanistatisch, 10–20 mg/kg täglich) allein oder kombiniert mit Miltefosin oder Antimonpräparaten.
Bei 90% der Fälle tritt nach 2–6 Monaten eine klinische Besserung ein, doch lebenslange Kontrollen sind essenziell. Regelmäßige Nierenwerte-Checks sind entscheidend, da Medikamente und die Krankheit die Niere belasten können.
Vorbeugung
Mückenschutz:
Spot-on-Präparate (z. B. mit Permethrin) oder spezielle Halsbänder reduzieren Stiche effektiv.
Zeitlicher Schutz:
Hunde in Dämmerung und Nacht (aktive Phase der Sandmücken) im Haus halten.
Tests:
Vor und 6–8 Wochen nach Auslandsreisen Bluttests durchführen, um Infektionen früh zu erkennen.
Impfung
Ab 6 Monaten (z. B. Letifend®) als Grundimmunisierung (3 Dosen) plus jährlicher Booster in Risikogebieten; senkt Erkrankungsrisiko um bis zu 9,8-fach, nur bei negativen Hunden.
Kombiniere Maßnahmen für optimalen Schutz – besonders bei Mittelmeerrassen oder Rescue-Hunden aus dem Ausland.



